Fast wie unverpackt: So geht nachhaltige Waschmittel-Verpackung

Fast wie unverpackt: So geht nachhaltige Waschmittel-Verpackung

Sie lösen sich nach wenigen Sekunden im Wasser auf – und sie hinterlassen keinerlei Rückstände: die Papier-Sachets der EccoClean Wasch-Sticks. Wie das funktioniert? EccoClean-Mitgründer Jason Zimmerer kennt die Details.

Papier in der Waschmaschine? Das weckt nicht die angenehmsten Assoziationen. Wer noch nie einen Fahrschein in der Hosentasche vergessen hat, werfe die erste Packung Papiertaschentücher.

 Und doch ist hier alles ganz anders. Bei den Wasch-Sticks des schweizerischen Start-ups EccoClean sind die Papier-Sticks ein absoluter USP: Sieben Gramm eines nachhaltigen und umweltschonenden Waschpulvers in Papier-Sachets, die sich rückstandslos auflösen.

 

Wie das funktioniert? 

„Das wasserlösliche Papier besteht aus ganz normalen Fasern aus Naturzellulose. Der Unterschied ist, dass sie über einen auf Stärke basierenden Verbundstoff miteinander verbunden sind“, erklärt Jason Zimmerer. Gemeinsam mit seinem Vater Michael hat er sich der Erzeugung von nachhaltigen Reinigungsprodukten verschrieben. Und das umfasst natürlich auch deren Verpackung.

 

Die beiden EccoClean-Gründer haben das spezielle Papier gemeinsam mit einem Partner entwickelt. Bei Kontakt mit Wasser dauert es nur wenige Sekunden, bis sich die Zellulosefasern aus ihrer Struktur lösen, um schließlich mit dem Wasch-Wasser weggespült zu werden. Der Auflösungs-Effekt funktioniert übrigens auch im kalten Wasser – ein wichtiger Unterschied zu den im Markt befindlichen Folien, die sich meist nur im heißen Wasser auflösen.

 

Papier mit doppelter Barriere

Das spezielle Papier kann aber noch mehr: Es bietet eine doppelte Barrierefunktion. Einerseits schützt es die Anwender:innen vor jeglichem Kontakt mit dem Waschpulver, was besonders für Menschen mit Kontaktallergien relevant ist. Zugleich aber schützt es den Inhalt vor Reaktionen mit dem Sauerstoff und der Feuchtigkeit der Umwelt. „Es sollte natürlich möglichst trocken gelagert werden“, sagt Jason Zimmerer, „aber der Spielraum ist bei unseren Sachets sehr groß, sie halten das Produkt ausgesprochen stabil.“ 

Und das über einen langen Zeitraum: Stabilitätstests haben einen großen Teil der langjährigen Entwicklungszeit ausgemacht, erzählt Jason Zimmerer. Die Sachets haben sich bei Raumtemperatur ebenso bewiesen wie im Wärmeschrank. Rückstellmuster beweisen, dass der Inhalt auch nach drei Jahren noch absolut stabil geblieben ist.

 

Garantiert fusselfrei

Und noch etwas haben die Zimmerers getestet: Sie führten mit ihren Sticks weit über tausend Waschgänge durch. Auch mit allen dunklen und schwarzen Wäschestücken, die sie finden konnten. Das Ergebnis: Nicht nur tiefe Sauberkeit, sondern auch die vollständige und umweltfreundliche Auflösung der Sachets.

 

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